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Wolfgang Kreutter

by admin on Januar 28th, 2014

Wolfgang Kreutter wurde am 22. Juli 1924 in Siegern geboren. Im Zuge seines Kriegsdienstes war er sechs Wochen in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Schließlich kehrte er im Sommer 1945 in seine Heimat zurück und begann dort eine Lehre als Drechsler und Holzbildhauer auf Ludwig Florin Drechslerhof am Dödesberg. 1947 war diese Lehre mit der bestandenen Gesellenprüfung beendet und im Anschluss daran ging Kreutter an die Landeskunstschule in Hamburg. Dort wurde er Assistent des Bildhauers Edwin Scharff, zudem inspirierte ihn der ebenfalls dort lehrende Bildhauer und Grafiker Gerhard Marcks.

 

1950 war dort seine Ausbildung beendet, ein Jahr vorher hatte er die Tochter von Ludwig Florin geheiratet und mit ihr bekam er fünf Kinder, die nahezu allesamt ebenfalls das künstlerische Talent des Vaters geerbt hatten. Nach seiner Ausbildung macht sich Kreutter als freischaffender Künstler selbstständig und fertigt vorrangig Arbeiten aus Bronze, Holz und Stein, aber auch Buchillustrationen und Umschlagentwürfe gehören zu seinen Arbeiten.

 

Kreutter arbeitete in späteren Jahren auch neben seiner freiberuflichen Tätigkeit als Gymnasiallehrer und fertigt schließlich vornehmlich sakrale Kunst an, wie etwa Mahnmale oder sogar Inneinrichtungen diverser Kirchen. Dies führte so weit, dass er schließlich eng mit dem Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld zusammen arbeitet. Seine pädagogischen Tätigkeiten weiten sich ab 1957 in das WDR aus, wo er in einer TV-Sendung Anregungen und Gestaltungsaufgaben für die Förderung künstlerischen Schaffens vorstellt.

 

Schließlich probiert Kreutter sich auch an neuen Materialien wie Eisen oder Glas, die in mehreren Ausstellungen vorgestellt werden, 1966 kommt es auch zu einer ersten Ausstellung in seinem Atelier in Dödesberg, 1976 auch zusammen mit seiner Tochter und seinem Sohn, die jeweils Goldschmiedin und Fotograf geworden sind. Seine Arbeit entwickelt er im Laufe der Jahre fortwährend weiter, von Plastiken aus Holz bis hin zu Glasarbeiten und schließlich Magnet-Elementen, die den Betrachter zum eigenen Gestalten des Kunstwerkes anregen sollen. Auch architektonische Arbeiten gelangen in sein Repertoire, vor allem die Gestaltung von Fassaden mit dem für die Region typischem Material, bspw. Schiefer oder Aluminium.

 

Seine Skulpturen sind insbesondere durch die Schäfer-Darstellungen bekannt geworden, die sowohl Ruhe und Harmonie ausstrahlen und aus christlichem Aspekt den schützenden Mantel Gottes über seinen Schäfchen verdeutlichen.

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From → Künstler

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